Endlich im Feuilleton!

Passend zur hysterischen Hybris und punkiger Bastelattitüde haben wir uns selbst eine jubelnde Kritik verfasst und in den Feuilleton der Zeit geschmuggelt…

http://www.zeit.de.sjl5.clonezone.link/hg

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Vor dem Gesetz. Frei nach Kafka.

München.
Es ist vollbracht. Wir haben unsere Premiere gespielt. Man könnte meinen, dies sei abzusehen gewesen, denn schließlich hatten wir alles lange im Voraus geplant. Aber wir haben den Kafka-Roman einer Behördenodyssee durchlebt, damit diese Premiere überhaupt stattfinden konnte. Weiterlesen Vor dem Gesetz. Frei nach Kafka.

Hysterischer Jahresrückblick 2014

Ja, ja, lang ist es her. Fast schon hat sich 2014 völlig in Rauch aufgelöst und wir vergraben uns in den Untiefen der hysterischen Winterpause. Der richtige Zeitpunkt also um unsere winterlich-kalten Gemüter an den mehr oder weniger glorreichen Errungenschaften des letzten Jahres zu wärmen. Um es kurz zu fassen: Wir haben geschuftet wie die Blöden. Was nichts daran ändert, dass die klimatischen Bedingungen unserer Geldbörsen offensichtlich immer noch nicht die optimale Lebensgrundlage für Kröten aller Art bieten. Dennoch: Wir haben globale Hysterie zumindest deutschlandweit verbreitet, gefeiert, wie unten zu sehen ist wieder mal „Nichts“ gemacht und mit unserer neuen Produktion „Operationsfeld Nichtstaat- Wir sind nur ein Karnevalsverein“ unser Portfolio nahezu verdoppelt. Weiterlesen Hysterischer Jahresrückblick 2014

Nach einer langen weiteren Probenzeit in Erlangen, Weimar, Gießen und wieder Erlangen…

…sind wir nun nur ein Karnevalsverein und zwar einer außerhalb der Saison!

Keine von uns hätte wohl jemals geglaubt, dass sie das mal über sich sagen würde oder über Hysterisches Globusgefühl.

Ebenfalls keine von uns hätte jemals geglaubt, dass es mal Essays in einschlägigen Wochenzeitungen gibt, die beschreiben, dass keine Revolution mehr möglich ist in einem neoliberalen System und der uns auch noch so aus der Seele spricht.

(http://www.sueddeutsche.de/politik/neoliberales-herrschaftssystem-warum-heute-keine-revolution-moeglich-ist-1.2110256)

Die Verbindung von beidem, die Unmöglichkeit ein Karnevalsverein zu sein und die angebliche Unmöglichkeit von Revolution, bilden die Grundlage für das Projekt, an dem wir die letzten Monate intensiv gearbeitet haben.

Entwurf KarnevalswagenEntwurf Kostüm

Wir haben uns Narrenanzüge und Masken gekauft und durch intensives Lachyoga und noch viel intensiveres Diskutieren über das System, in dem wir leben, eine Geschichte entwickelt.

Eine Geschichte, die diese Fragen verhandelt:

Leben wir in einer Welt, in der das System des liberalen Kapitalismus alternativlos geworden zu sein scheint, in der eigentlich nur noch die Verschlechterung der Gegenwart einsetzen kann; in der große revolutionäre Gesten und Massenbewegungen pathetisch erscheinen und jegliche Moral anachronistisch? Wissen wir nicht schon längst, dass wir den Sitz der uns unterdrückenden Macht nicht mehr ausmachen können und spüren sie aber doch immer und überall? Sind wir nicht auch Teil davon und unterdrücken uns selbst?

Die Antwort lautet: ja, aber das Wichtige ist, dass es uns so erscheint. Wir können nicht genau sagen, ob es so ist. Deshalb ist die erste Alternative, sich trotz aller Alternativlosigkeit über diese Situation zu erheben und einen Außenstandpunkt einzunehmen, um dem Gefühl der Ohnmacht ein kleines Stück entgegen wirken zu können. Und das machen wir!

Wir haben Masken für uns und für das Publikum besorgt, einen Karnevalswagen gebaut, eine mobile Musikanlage und die Gitarre im Gepäck. Sehr viel Schnaps, noch mehr Konfetti und gute geölte Stimmen, mit denen wir uns stöhnend, schreiend und lachend in den Stadtraum begeben. Wir konfrontieren uns mit allem – also allem, was Teil dieser unterdrückerischen Scheinfreiheit ist – und greifen es an. Dabei bleiben wir als Narren getarnt. Wir begeben uns gemeinsam mit dem Theaterpublikum auf den Weg zu einem Punkt, wo kurzzeitig alles in Frage gestellt und unsere Lebensrealiät absurd wird, dorthin wo die Utopie von der Revolution wieder möglich ist.

Wir laden euch ein zu einer gemeinsamen einstündigen Transformation in einen Karnevalsverein! Bis dahin arbeiten wir noch ein bisschen daran und freuen uns auf neue performistische Aktionen im März, April und Mai.

Danke!

Hysterisches Globusgefühl hat nach zwei Wochen nun München hinter sich gelassen. Zunächst hatten wir gedacht, dass wir die meiste Zeit allein sein würden. München ist ja Neuland für die meisten von uns, weit weg von unseren ausgetretenen Pfaden in Gießen, Berlin und Erlangen. Aber falsch gedacht. Wir waren nie allein, sondern hatten immer die Bude voll mit großartigem Besuch! Und außerdem, und darum soll es nun an dieser Stelle gehen, wurde uns so unendlich viel Hilfe zuteil, dass wir dafür einfach mal danken müssen. Nein, wir haben keinen Preis gewonnen, trotzdem folgt nun eine Dankesrede:

Zunächst gilt der Dank natürlich den offiziellen Stellen i-camp und isarsprudel überhaupt für die Gelegenheit, in München Altes und Brandneues von uns zu zeigen. Danke für die Möglichkeit, das Theater komplett einzunehmen und Tage und Nächte dort zu verbringen. Ein Traum wurde wahr.

Danke für die ganzen Menschen, die uns bei sich wohnen lassen in diesen wilden Probenzeiten. Ja, im Theater zu schlafen war verdammt aufregend. Aber Theaterboden ist hart und außerdem reicht es manchmal nach so einem anstrengenden Probentag und man will die Visagen der Kolleginnen einfach nicht mehr sehen und dieses Theater schon gar nicht.

Danke für die ganzen Menschen, die uns Sachen geliehen haben, zum Beispiel Gitarren (ohne nachzufragen, ob wir vorhaben könnten, sie mit Punkattitüde bei der Aufführung auf dem Boden zu zertrümmern) oder Autos (mit der seelischen Gelassenheit eines Zen-Mönchs) oder Matratzen (damit der Theaterboden wieder einladender wird zum schlafen) oder Boomboxen (für die adäquate Beschallung der Münchner Innenstadt).

Danke der Münchner Polizei für die Begleitung unserer beider Auftritte und für ihr ehrliches Bemühen darum, die Gesichtszüge dabei nicht entgleiten zu lassen. Die spannendste Begegnung mit den Ordnungshütern hatten wir allerdings außerplanmäßig während einer Probe vor dem Landratsamt, die für so viel Aufregung sorgte, dass man es für nötig hielt, uns ein wenig Angst zu machen (vier Personen mit einer Lautsprechereinheit sind schon eine Versammlung nach Bayerischem Versammlungsrecht und wenn das nicht angemeldet ist, kann das „bis zu 10000 Euro Strafe kosten“). Dennoch waren wir unglaublich froh, denn wenn die im Landratsamt Angst vor uns bekommen hatten, dann befanden wir uns auf der richtigen Fährte.

Danke für den emotionalen Beistand von allen Seiten, für die Einladungen und Besuche, für weinseelige Abende. Wir wussten ja gar nicht, dass wir so viele liebe Menschen in München kennen! Und unser Tryout-Publikum, teilweise extra aus Erlangen und sogar Berlin angereist, war großartig und hat uns wichtige Impulse gegeben für unsere Weiterarbeit.

Aber das hier ist nur ein Zwischenstand. Wir arbeiten nun in Erlangen, danach in Weimar. Die Reise geht weiter und es ist ein gutes Gefühl, dass wir überall auf liebe, hilfsbereite Menschen treffen können.

Da, wo ich nun bin, …

… wird getanzt, geliebt und gedacht.

Die ersten Etappen unserer Bayerntour, eine Woche ARENA und ein performativer Kurztrip zum Queer Ass Unicorn Festival, liegen hinter uns. Ich sitze im ICE zurück nach Österreich und lasse meine Gedanken durch die vielen Eindrücke und Erfahrungen der letzten Tage schweifen. Weil ich gerade viel Zeit und viele Worte habe und die Erläuterung der eigenen Arbeit nicht immer außenstehenden Kritiker_innen überlassen will, schreibe ich eine subjektive-introspektive Besprechung:

 

Mit Lieblingsmusik auf den Ohren und dunklen Gläsern vor den Augen haben wir uns gegen die Außenwelt abgeschottet, um uns in Beobachtungen selbiger und unsere eigenen Gedankenwelten zu vertiefen. Da, wo ich nun bin, … war der Anfang jedes Satzes auf den geschätzt 600 roten Postkarten, mit denen wir inflationär und assoziativ das ARENA-Festivalzentrum, Spielorte und den öffentlichen Stadtraum dazwischen kommentiert haben. Unsere Zettel an Straßenlaternen, Toilettentüren, Wänden, Böden, Mülleimern und so manchem Rücken imaginieren einen utopischen Ort, der, obwohl nicht im Hier und Jetzt, doch auf verschiedenste Weisen auf das Hier und Jetzt Bezug nimmt.

Einmal sind die Posts konkret politisch, manchmal theoretisch oder meta-theoretisch, gerne auch emotional und alles in allem oft auch widersprüchlich. In unserem roten Kommentar-Kosmos finden die individuellen Ansichten von Fünf Performist_Innen einen Ort, einen Raum und viel Nachhall. Manche Kommentare lösen ein strahlendes Lächeln aus und werden heimlich eingesteckt, andere ärgern und werden von Passant_Innen zerrissen, manche treffen ins Schwarze und werden binnen weniger Minuten vom Wachpersonal entfernt. Viele hängen noch immer in Erlangens Straßen und werden wohl bald der Straßenreinigung zum Opfer fallen.

Mir persönlich sind alle Reaktionen recht, schließlich haben wir auf jeden Zettel unsere Webadresse gestempelt. Denn obwohl wir im Rahmen der Hysteriezone den Versuch unternehmen uns „aus dem System zurückzuziehen“, haben wir schamlos Eigenwerbung im großen Stil betrieben. So viele „Visitenkarten“, wie in fünf Stunden Hysteriezone, hätten wir bei keinem Netzwerktreffen der freien Szene verteilen können.

So weit hatten wir die Hysteriezone ja bereits in Berlin und Wien erarbeitet und erprobt. Das Projekt haben wir dabei oft auch als Akt der Vereinzelung und melancholische Traumwandelei empfunden. Also sind wir bei ARENA dem Bedürfnis gefolgt, gemeinschaftliche Elemente einzubauen und den utopisch-optimistischen Aspekt der Hysteriezone zu stärken, um einer performativen Kollektivdepression präventiv etwas entgegenzusetzen. Da, wo wir tanzen, …

ist dieser utopische Ort voll Friede, Freude und Eierkuchen immer ein bisschen näher. Oder blitzt zumindest für einen Moment durch die graue Alltagsrealität. Und wo tanzt es sich besser als unter freiem Himmel?
Aus diesen Überlegungen heraus haben wir unsere Tanzfläche mit weißem Tape im öffentlichen Straßenraum abgeklebt, ordentlich als Hysteriezone beschriftet und sind mit gutem Beispiel vorangetanzt. Wieder Kopfhörer auf, Lieblingsmusik abspielen, aber diesmal tanzen statt schreiben. Öffentlich, sichtbar, einladend, zusammen und doch jede in ihrem eigenen Musikmikrokosmos, haben wir von außen betrachtet das skurrile Bild einer Silentdisko geliefert. Der erste Versuch am helllichten Tag war auf 15 Minuten und uns fünf Hysteriker_Innen beschränkt. Der zweite Versuch am selben Abend, im Schutze der Dunkelheit auf dem Hugenottenplatz, hat schon die ersten Mittänzer_Innen angelockt und bauliche Erweiterungen der Zone erfordert. Der dritte Versuch schließlich, direkt im Anschluss an unser Publikumsgespräch, kann durchaus als gelungene Gegenveranstaltung zum parallel stattfindenden Schlossgartenfest bezeichnet werden. Dreißig Personen tanzten auf dem polizeilich bewachten Schlossplatz, teilten sich Kopfhörer, tauschten mp3-Player, tanzten teilweise einfach ohne Musik und eröffneten einen bemerkenswerten Raum. Passant_Innen haben sich spontan der hysterischen Tanzzone angeschlossen, Gespräche um und über die Zone angestoßen und auf faszinierend vielfältige Weise auf die weiße Gaffagrenze des Ausnahmezustands reagiert. Ich wage zu behaupten, dass die Beteiligten der Hysteriezone in diesen 40 Minuten mehr Freude, Freiheit und Lebenslust verspürten und versprühten, als alle Roben- und Anzuträger_Innen jenseits der Schlossmauer während ihrer mehrstündigen, teuren Tortur aus Buffet, Orchester und höflichem Grinsen.

 

Da, wo ich liebe, … war der Intro-Satz für unsere Inti*mzone am nächsten Tag im Nürnberger Kulturzentrum K4, die strukturell aus der Hysteriezone geboren wurde. Wieder rote Zettel, auf den Boden geklebte Intimz*onen für Gespräche, intime Tanzzonen und ein großes Nest für praktische Kuscheleinheiten und theoretische Berührung durch Vorlesesessions. Eine poetische-performative, improvisierte und fragmentarische Auseinandersetzung mit Körper, Geschlecht und Sexualität sowie deren Gesetzen, Grenzen und staatlichen Regularien. Da wir primär auf dem Gelände des Queerfestivals unterwegs waren und mit dessen Teilnehmer*Innen auf einer mentalen Welle schwingen, gab’s wenig Platz für Reibung. Mit einem leichten bis heftigen (kommt drauf an wen man da fragt 😉 Kater waren wir allerdings alle ganz froh uns nicht streiten zu müssen, sondern intime*zonen und Gesprächsmomente in Ruhe auszukosten.

An dieser Stelle ein ganz dickes Danke an Markus, Sascha und Lilian, die uns spontan performistisch unterstützt haben und sich mit uns halbnackt, in hysterischen Feinripphöschen und wilden seventies Klamotten in der In*timzone geräkelt haben.

 

 

Bayerntour!

Wie das bei coolen Bands so ist starten auch wir im Sommer auf eine kleine Festivaltournee. Ganz zufällig führt sie uns zurück „nach Hause“, an den Ort, wo alles seinen Anfang nahm, nach Erlangen zum Arena-Festival. Back to the roots also. Dort performen wir ein Wochenende lang nackt und unsichtbar die HYSTERIEZONE. Und da Zonen zu bauen auch praktisch schon das ist, was bei unserem neuen Projekt (Premiere Oktober 2014) passieren soll, ziehen wir nach Arena einfach einen Ort weiter nach Nürnberg. Dort findet das erste QUEER ASS UNICORN D.I.Y.-Queer-Festival Nürnberg statt, und wir rasen von Erlangen herbei, um dort unsere erste Zone für das „Operationsfeld Nichtstaat“ (wie gesagt, neues Projekt, Premiere Oktober, Informationen folgen) zu errichten, eine Recherche- und Probeneinheit, die INTIMZONE. In der Ankündigung klingt das so:

„Die performistische Vereinigung Hysterisches Globusgefühl wird das Queerfestival nutzen um sich ihrem neuesten Rechercheprojekt dem „Nichtstaat“ zu nähern. Nach passivem Aktionismus und der Scheinheiligkeit des Theaterbetriebs soll nun der Staat selbst zum Forschungsobjekt und Angriffsziel werden. Die HysterikerInnen tasten sich über Einzelthemen schrittweise an das komplexe Gebilde der Staatlichkeit heran und beginnen in Nürnberg gemeinsam mit dem Publikum des Queerfestivals das Verhältnis von Staatlichkeit und Sexualität zu befragen.“

Warum auch immer das Schicksal es will, es führt uns also nach Bayern, und nach Nürnberg folgt im August ein Auftritt in München beim ISARSPRUDEL. Da wird dann mal wieder demonstriert, nach den harten, staubigen Marktplätzen der Republik nun einmal an den idyllischen Isarauen. Anschließend demonstrieren wir ins icamp rein, beziehen dort Stellung und treten nach einer Woche mit „Nichtstaat“-Zone Nr #2 wieder an die Öffentlichkeit.

Soweit der Plan. Wir könnens kaum erwarten.

 

Das war die Winterakademie

Nun ist doch wieder einige Zeit vergangen bis wir dazu kommen, von unserer ereignisreichen Woche am Theater an der Parkaue in Berlin zu berichten. Am 3. Februar wurde das Hysterische Globusgefühl sozusagen Eltern, von 12 lustigen, lauten, kreativen, energiegeladenen Kindern. Für eine Woche hatten wir also den kompletten Ausnahmezustand. Zum Glück wurde uns noch Abdi zur Seite gestellt, unser ruhiger, ausgeglichener, hilfsbereiter und unglaublich sympathischer Laborbegleiter. Wir steckten also unsere Kinder in seltsame Kostüme, verwandelten sie in Außerirdische vom Planeten Foodtopia (die Kinder waren allerdings der Meinung, es hieße richtig „Frukropia“) und zogen los, um mit ihnen das Essverhalten der Menschen zu untersuchen.

Aktion 1Zuerst mussten wir natürlich versuchen an unser Forschungsobjekt, das Essen der Menschen, heranzukommen – ohne Geld. Forschungsgruppe 1 versuchte, die Nahrung der Foodtopies (Luft und Liebe) in Lebensmittelgeschäften und bei Passant_innen auf der Straße gegen Erdlingsnahrung einzutauschen. Forschungsgruppe 2 machte sich mit außerirdischer Kunst als Tauschobjekt auf den Weg ins Ringcenter. Dort mussten sie allerdings erstmal die Security und dann das Ringcenter-Management überwinden und außerirdische Kunst gegen eine Aktionsgenehmigung tauschen.

Aktion 2Nachdem das außerirdische Forschungsteam herausgefunden hat, wo die Menschen das Essen herbekommen und sich selbst Essen besorgt hat, untersuchen wir, wie die Menschen in dem riesigen Essensangebot ihre Kaufentscheidungen treffen. Dafür machen wir unsere eigene Werbe- und Verkaufsaktion im öffentlichen Raum. Unser Produkt: Granatäpfel. Unsere Strategie: Werbeschilder mit Versprechungen, was unser Apfel kann, Werbejingles, Show! Unser beliebtestes Produkt: Der silberne Luxusapfel, ein Unikat vom Planeten Foodtopia.

Aktion 3Um zu untersuchen, wie die Menschen essen, haben wir uns Erdenbesuch in unser Basislager eingeladen, eine Spezialistin in Sachen Tischmanieren. Auf ihre Frage, wer denn die Tischregeln erfunden hätte (ein großer Deutscher), lautet die Antwort promt: Hitler! Und aus einer Serviette wird ganz schnell eine Papstmütze. Da wir also die weitaus besseren Tischregelerfinder_innen sind, stellen wir die „Sonderbaren Essensregeln von den umgekehrten Knigges“ auf, in denen besonders auf die Bedürfnisse Hochschwangerer eingegangen wird.

Am Samstag eröffnete schließlich die foodtopianische Botschaft und ludt die menschlichen Besucher_innen dazu ein, die neuen Benimmregeln zu erproben und sich aus unserer Sicht die Essenswelt der Menschen anzusehen.

P.S.: Danach waren wir platt.

Gruppenbild mit Kindern

Wir stürmen die Uni

Am Sonnstag, 12. Januar 2014 um 16 Uhr findet die Präsentation unseres Praxisseminars „Party:zipation“ im Experimentiertheater der Universtität Erlangen statt. Das heißt, eigentlich gründen wir gemeinsam einen neuen Studiengang, den

STUDIENGANG FÜR HIERARCHIEFREIHEIT UND STEREOTYPENDEKONSTRUKTION

Wir werden alle zu Studzierenden, sind Lehrende und Lernende gleichzeitig, verteilen an jeden und jede Belohnungspunkte nach unserem Gusto, tauschen unser Wissen und suchen Diskutant_innen für Rhethorikduelle, tanzen unsere Überzeugungen und führen existentielle Gespäche mit der Barfrau. Wenn die Universität der Ort des Denkens sein soll, wollen wir Universität neu denken. Hier soll der Ort sein, an dem nichts außer Frage steht.