Hysterisches Globusgefühl ist ein Performancekollektiv bestehend aus Elisabeth Lindig, Dorothea Schmans, Lea-Sophie Schiel, Arne Schirmel, Johanna J. Thomas und Melanie Zipf. In unseren Arbeiten bewegen wir uns an der Schnittstelle zwischen Kunst und politischer Aktion.

Wir leben und arbeiten in Berlin, Dresden und Karlstift, Österreich. Wir begegneten uns während unseres Studiums in Erlangen und formierten uns erstmals 2011 für die Demoperformance „Macht was: Macht nichts!“, die auf Anhieb mit dem Jurypreis des Festivals „Arena… der jungen Künste“ ausgezeichnet wurde.

Die Erfahrungen dieser ersten Produktion machten wir zur Grundlage für weitere Performances. Öffentlicher Raum und Theaterraum verschränken wir dabei ineinander: Die Straßen machen wir zur Theaterbühne und das Theater zum Schauplatz politischer Auseinandersetzung. Formen des Protests sowie die Ästhetik von Subkulturen verfremden wir in unseren Arbeiten, reduzieren sie auf ihre Grundformen und entwerfen sie neu. Angetrieben werden wir dabei von der Suche nach alternativen Möglichkeiten, sich angesichts der diffusen politischen Verhältnisse zu positionieren. Die Frage nach bewusstem Handeln, politischer Interaktion und globalem Unwohlsein steht dabei im Zentrum unserer Arbeit.

Unseren Namen haben wir einer psychiatrischen Diagnose entlehnt:

Globus hystericus
(dts.: hysterisches Globusgefühl): ist hauptsächlich durch das Gefühl gekennzeichnet, bei sonst unbehindertem Schluckakt einen Kloß im Hals zu haben und schlecht atmen zu können. Ein Zwang sich zu räuspern und geringfügige Stimmstörungen können ebenfalls bestehen. Es tritt häufig als Symptom einer endogenen Depression auf.

Unsere künstlerischen Mittel dagegen sind:

spontan und radikal sein
sich performativ widersprechen
sich permanent widersprechen
nie aufhören zu sprechen
notfalls mit sich selber sprechen
alles in Frage stellen

Elisabeth Lindig Lea-Sophie Schiel Arne Schirmel Dorothea Schmans Melanie Zipf