Das Projekt Theaterstürmung I: Wir müssen das Theater anzünden vereint Frontaltheater und interaktive Performance, Diskussionsveranstaltung und Cabaret, politischen Aktivismus und Lagerfeuermomente zu einem Theatererlebnis zwischen den Realitäten. HG treten mit handfesten Beweisen und echter Wut über die Verderbtheit des gegenwärtigen Theaterbetriebs auf, um etwas daran zu ändern. Im Laufe der Veranstaltung kann sich das Publikum stets entscheiden entweder auf der Bühne eine theatrale Auseinandersetzung mit den Erfahrungen und Ansichten der Hysterikerinnen zu betrachten oder hinter der Bühne über Utopien und Alternativen, sowie Protest- und Änderungsmöglichkeiten im Kulturbetrieb zu diskutieren. Weil das Theater die Welt bedeuten kann und die Welt oft genug nur mit Theater zu beschreiben ist, ist klar, dass im Rahmen der Theaterstürmung nicht nur die städtischen Bühnen, sondern auch das Globaltheater Stein des Anstoßes sind. Während vor rotem Vorhang hohe Tragödie, satirische Komik, miserable Kunst und verzaubernde Momente das Anliegen von HG ans Publikum bringen sollen, wird auf der Hinterbühne ein Plan geschmiedet, wie man eben diese über den vergänglichen Theaterabend hinaus erhalten und in den Diskurs einbringen kann. Nach 60 Minuten entscheidet die Mehrheit aller Anwesenden im Theater über den weiteren Verlauf… Stadttheater stürmen? blockieren? niederbrennen? Flugblätter verteilen? nach Hause gehen? Mit jeder neuen Performance hofft HG auf neue Möglichkeiten und Ideen, die Welt und das Theater zu retten.

Premiere am 14.07.2012 in Erlangen im Rahmen von ARENA… der jungen Künste

realisiert mit freundlicher Unterstützung vom Zwischenraum in Gießen

Konzept und Performance HYSTERISCHES GLOBUSGEFÜHL

Laudatio der Performance Künstlerin Katharina Sandner anlässlich der Verleihung des Jurypreises von ARENA… der jungen Künste:
„der Preis ist euer
weil ihr
die Welt bewegt
den herkömmlichen Theaterraum sprengt
in die Realität eingreift und in die Realität jedes Einzelnen
eine Raumsituation schafft die auch den Koflikt im Zuschauer spiegelt und ihn zu einer Entscheidung zwingt“