engl. Version below

Macht was: Macht nichts! ist eine Intervention im öffentlichen Raum. HG inszeniert eine Demonstration und lädt alle Anwesenden zum Nichts Tun ein. Die Performerinnen verarbeiten ihre persönlichen Gedanken, sowie globale Fragestellungen in politischen Pamphleten, einem Protestmarsch, philosophischen Briefen, Liedern und Diskussionen mit dem Publikum. Getragen von Tatendrang und Handlungsunfähigkeit sucht HG einen Ausweg aus der Spirale zwanghafter Handlungen und dem (post-)modernen Dilemma der unendlichen Möglichkeiten. Mit Macht was: Macht Nichts! gibt HG Zündstoff für den Alltagsgebrauch und eine temporäre Antwort auf die Frage: Was Tun?

Demoperformance, Premiere am 05.06.2011 in Erlangen im Rahmen von ARENA… der jungen Künste (Jury-Preis). Weitere Auftritte: Megafon Festival Bochum 2012, MitOst Festival Leipzig 2013, Marburg und Gießen im Herbst 2013, München 2014, Berlin 2016

Konzept und Performance HYSTERISCHES GLOBUSGEFÜHL

engl:
Do something: do Nothing!
The five performers of Hysterisches Globusgefühl are full of beans and at the same time, unable to act: they struggle through their everyday routines searching for political agency, they take to the streets still looking for something to vouch for, or stand against. Is it possible to unite in our opinions in our pluralized present age, or are we unlikely to amass enough consensus for a protest? Their performance is a response to this unsettled feeling, which they find is increasing in society.

Do something: do Nothing! creates a theatrical forum in public space in which the audience has the opportunity to think about and discuss their own kind of „inactivity“ or inertia. A society in which any kind of activism can be the start of an endless process of challenging, must grapple with the questions: Which options do we have? What can we do to affect change or achieve something useful? Can it sometimes be more powerful to actually do nothing?
The performance picks up forms of different political demonstrations and questions them in terms of political course of action guaranteed by the constitution of law. With a silent protest march, personal speeches, militant pamphlets, a protest march through the city and collective actions with both the audience and the passersby, Hysterisches Globusgefühl calls out „Do something: do Nothing!“.

(Note that both videos are German language, but still offer an interesting visual impression.)

 

„Es wird unsere gesellschaftliche Maskerade dekonstruiert, man wird quasi gezwungen, sich mit sich selber auseinanderzusetzen und zu hinterfragen: was mache ich da eigentlich?“
Deniz Bulan über die Aktion am im Rahmen des Megafon Festivals 2012 in Bochum
Hier geht es zum gesamten Text

„Die Verleihung des Jury- wie des Publikumspreises sorgte für überraschte bis glückliche Gesichter und ließ den leisen Verdacht aufkommen: Wird „Arena“ nach all den Jahren der farbenprächtigen Sinnentleerung etwa politisch? Niemand muss etwas tun. Davon sind die vier „Aktivistinnnen“ von „Hysterisches Globusgefühl“ überzeugt und riefen daher zu einer Demo für das Nichtstun auf. Erst vor kurzem von (ehemaligen) Erlanger Studentinnen gegründet, durfte die Gruppe den Jurypreis entgegennehmen. Es wunderten sich bei „Macht was: Macht nichts!“ hinter der Haupteinkaufsstraße leider nur wenige Passanten über Mädchen in weißen Männerunterhosen und Schlafbrillen, die die Fahrradstraße zur aktiven Vorführung des Nichtstuns nutzten. Wer dabei war, dem wurde ein neuer Zugang zum Umgang mit den globalen Krisen unseres Planeten eröffnet. Anstatt uns halbherzig gegen dieses oder jenes einzusetzen, sollten wir einfach einmal nichts tun. Auch das Paradoxon, dass der Aufruf zum Nichtstun wiederum eine Handlung ist, wird von den Performerinnen thematisiert. Die Überzeugung von der Wirkungslosigkeit des eigenen Tuns gehörte zum Konzept. Doch zu Recht stufte die Jury diese Performance absolut als nicht gescheitert ein.“
Erlanger Nachrichten vom 7. 06.2011

 

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3 Gedanken zu “Macht was: Macht nichts!

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