Ein Workshop zum öffentlichen Nicht-Handeln.

Beim Schulübergreifenden Projekttag „Schulen für Aufklärung“ 2013 in Weimar traten wir dem Thema: 10 Milliardenster Erdenbewohner: Alleskönner oder Allesmüsser?, mit einer klaren Antwort entgegen: Wir machen Nichts!

Nichts ist so einfach wie naheliegend um den Schwierigkeiten in einer globalisierten, postmodernen und demokratischen Gesellschaft entgegen zu treten. Es ist die radikalste und konsequenteste Antwort auf alle Fragen nachdem was wir können und müssen.

Wenn die Welt um uns herum immer mehr Aktivität von uns erwartet, hören wir auf zu handeln und machen Nichts. Wir lassen es sein und zwar öffentlich!

Gemeinsam mit einer Gruppe Weimarer Schüler_innen diskutierten wir über die Fragen nach verschiedenen Arten des Nicht-Handelns, der Wirkung von Nicht-Handeln und über individuelles alltägliches Nicht-Handeln, was wir bereits praktizieren. Die Auseinandersetzung mit unterschiedliche Künstler_innen und Aktivist_innen, die mögliche Formen des Nicht-Handelns (unserer Meinung nach) bereits praktizieren, gaben uns dabei einen thematischen Anstoß.

In der zweiten Hälfte des vierstündigen Workshops konnten sich die Teilnehmenden eigene Formen des öffentlichen Nicht-Handelns ausdenken und bereiteten gemeinsam mit uns eine Nichts-tu-Tour durch Weimar vor. Heraus kam eine Menschenkette für Nichts, gemeinsames und demonstratives nicht ans Telefon gehen, nicht ins Theater gehen oder auf der Straße nicht weiterlaufen, wenn die Ampel auf rot springt.

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