Danke!

Hysterisches Globusgefühl hat nach zwei Wochen nun München hinter sich gelassen. Zunächst hatten wir gedacht, dass wir die meiste Zeit allein sein würden. München ist ja Neuland für die meisten von uns, weit weg von unseren ausgetretenen Pfaden in Gießen, Berlin und Erlangen. Aber falsch gedacht. Wir waren nie allein, sondern hatten immer die Bude voll mit großartigem Besuch! Und außerdem, und darum soll es nun an dieser Stelle gehen, wurde uns so unendlich viel Hilfe zuteil, dass wir dafür einfach mal danken müssen. Nein, wir haben keinen Preis gewonnen, trotzdem folgt nun eine Dankesrede:

Zunächst gilt der Dank natürlich den offiziellen Stellen i-camp und isarsprudel überhaupt für die Gelegenheit, in München Altes und Brandneues von uns zu zeigen. Danke für die Möglichkeit, das Theater komplett einzunehmen und Tage und Nächte dort zu verbringen. Ein Traum wurde wahr.

Danke für die ganzen Menschen, die uns bei sich wohnen lassen in diesen wilden Probenzeiten. Ja, im Theater zu schlafen war verdammt aufregend. Aber Theaterboden ist hart und außerdem reicht es manchmal nach so einem anstrengenden Probentag und man will die Visagen der Kolleginnen einfach nicht mehr sehen und dieses Theater schon gar nicht.

Danke für die ganzen Menschen, die uns Sachen geliehen haben, zum Beispiel Gitarren (ohne nachzufragen, ob wir vorhaben könnten, sie mit Punkattitüde bei der Aufführung auf dem Boden zu zertrümmern) oder Autos (mit der seelischen Gelassenheit eines Zen-Mönchs) oder Matratzen (damit der Theaterboden wieder einladender wird zum schlafen) oder Boomboxen (für die adäquate Beschallung der Münchner Innenstadt).

Danke der Münchner Polizei für die Begleitung unserer beider Auftritte und für ihr ehrliches Bemühen darum, die Gesichtszüge dabei nicht entgleiten zu lassen. Die spannendste Begegnung mit den Ordnungshütern hatten wir allerdings außerplanmäßig während einer Probe vor dem Landratsamt, die für so viel Aufregung sorgte, dass man es für nötig hielt, uns ein wenig Angst zu machen (vier Personen mit einer Lautsprechereinheit sind schon eine Versammlung nach Bayerischem Versammlungsrecht und wenn das nicht angemeldet ist, kann das „bis zu 10000 Euro Strafe kosten“). Dennoch waren wir unglaublich froh, denn wenn die im Landratsamt Angst vor uns bekommen hatten, dann befanden wir uns auf der richtigen Fährte.

Danke für den emotionalen Beistand von allen Seiten, für die Einladungen und Besuche, für weinseelige Abende. Wir wussten ja gar nicht, dass wir so viele liebe Menschen in München kennen! Und unser Tryout-Publikum, teilweise extra aus Erlangen und sogar Berlin angereist, war großartig und hat uns wichtige Impulse gegeben für unsere Weiterarbeit.

Aber das hier ist nur ein Zwischenstand. Wir arbeiten nun in Erlangen, danach in Weimar. Die Reise geht weiter und es ist ein gutes Gefühl, dass wir überall auf liebe, hilfsbereite Menschen treffen können.

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