Das war die Winterakademie

Nun ist doch wieder einige Zeit vergangen bis wir dazu kommen, von unserer ereignisreichen Woche am Theater an der Parkaue in Berlin zu berichten. Am 3. Februar wurde das Hysterische Globusgefühl sozusagen Eltern, von 12 lustigen, lauten, kreativen, energiegeladenen Kindern. Für eine Woche hatten wir also den kompletten Ausnahmezustand. Zum Glück wurde uns noch Abdi zur Seite gestellt, unser ruhiger, ausgeglichener, hilfsbereiter und unglaublich sympathischer Laborbegleiter. Wir steckten also unsere Kinder in seltsame Kostüme, verwandelten sie in Außerirdische vom Planeten Foodtopia (die Kinder waren allerdings der Meinung, es hieße richtig „Frukropia“) und zogen los, um mit ihnen das Essverhalten der Menschen zu untersuchen.

Aktion 1Zuerst mussten wir natürlich versuchen an unser Forschungsobjekt, das Essen der Menschen, heranzukommen – ohne Geld. Forschungsgruppe 1 versuchte, die Nahrung der Foodtopies (Luft und Liebe) in Lebensmittelgeschäften und bei Passant_innen auf der Straße gegen Erdlingsnahrung einzutauschen. Forschungsgruppe 2 machte sich mit außerirdischer Kunst als Tauschobjekt auf den Weg ins Ringcenter. Dort mussten sie allerdings erstmal die Security und dann das Ringcenter-Management überwinden und außerirdische Kunst gegen eine Aktionsgenehmigung tauschen.

Aktion 2Nachdem das außerirdische Forschungsteam herausgefunden hat, wo die Menschen das Essen herbekommen und sich selbst Essen besorgt hat, untersuchen wir, wie die Menschen in dem riesigen Essensangebot ihre Kaufentscheidungen treffen. Dafür machen wir unsere eigene Werbe- und Verkaufsaktion im öffentlichen Raum. Unser Produkt: Granatäpfel. Unsere Strategie: Werbeschilder mit Versprechungen, was unser Apfel kann, Werbejingles, Show! Unser beliebtestes Produkt: Der silberne Luxusapfel, ein Unikat vom Planeten Foodtopia.

Aktion 3Um zu untersuchen, wie die Menschen essen, haben wir uns Erdenbesuch in unser Basislager eingeladen, eine Spezialistin in Sachen Tischmanieren. Auf ihre Frage, wer denn die Tischregeln erfunden hätte (ein großer Deutscher), lautet die Antwort promt: Hitler! Und aus einer Serviette wird ganz schnell eine Papstmütze. Da wir also die weitaus besseren Tischregelerfinder_innen sind, stellen wir die „Sonderbaren Essensregeln von den umgekehrten Knigges“ auf, in denen besonders auf die Bedürfnisse Hochschwangerer eingegangen wird.

Am Samstag eröffnete schließlich die foodtopianische Botschaft und ludt die menschlichen Besucher_innen dazu ein, die neuen Benimmregeln zu erproben und sich aus unserer Sicht die Essenswelt der Menschen anzusehen.

P.S.: Danach waren wir platt.

Gruppenbild mit Kindern

Advertisements

Ein Gedanke zu “Das war die Winterakademie

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.