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Beim Anblick des Urknalls
Ein hysterisches Gespräch aus aktuellem Anlass

 

Samstag, 28.03.2020 –   20.00 Uhr

 

Ort: in unseren eigenen Zimmern
Wie: per Livestream über  twitch.tv/hysterischesglobusgefuehl 
(einfach diesen Link in den Browser kopieren und auf Play drücken)
Dauer: ca 1h
Sprache: Deutsch
Die Welt zieht sich in die soziale Isolation zurück, ehe wir von Hysterisches Globusgefühl dazu aufrufen konnten. Statt zu performen, befinden wir uns plötzlich in real gewordenen Edward Hopper Gemälden, an die unsere bisherigen Proben mitunter schon erinnert hatten.
Nun melden wir uns aus der solidarischen Quarantäne.
Per Livestream verschaffen wir euch einen Eindruck über den aktuellen Probenstand unserer Arbeit „Beim Anblick des Urknalls“, lesen Texte aus hysterischen Eremitagen längst vergangener Zeiten und werden anschließend mit dem Leitungsteam des Ballhaus Ost über unsere Performance im Kontext der aktuellen Ereignisse sprechen.

Welchen Stellenwert hat die Eremitage in Zeiten der Quarantäne und wie weit ist die Isolation heutiger Tage von einer Utopie der Einsamen entfernt?

Klickt euch dazu und seid dabei!

Paralleliversen und HG Kopie

Beim Anblick des Urknalls

Auf Grund der aktuellen Situation werden die Premiere und alle weiteren Vorstellungen auf unbestimmte Zeit verschoben! Wir melden uns mit Neuigkeiten

Lasst eure erbärmlich schäbigen Pseudo-Rückzugsbewegungen in die Kleinfamilie, den Nationalstaat, die Hippiekommune oder ins Wellness-Paradies sein und folgt uns in die absolute Einsamkeit. Wenn schon Rückzug, dann richtig! Wenn Rückzug, dann radikal.
Hier bin ich ohne euch. Lichtjahre von euch entfernt, der Raum zwischen uns dehnt sich aus. Hier baue ich mir ein prachtvoll ausgestattetes Einsamkeitsschloss und ziehe mich in mein mit Higgs-Bosonen vollgemülltes Jugendzimmer zurück. Was hier geschieht, ist nur für mich allein. Ich performe für mich selbst und lasse alle dabei zuschauen. Aber niemand sieht mich beim Anblick des Urknalls.
Hysterisches Globusgefühl zieht sich aus dem politischen Leben ins Theater zurück. Auf der Suche nach einer Utopie, die alles auf null setzt und einen politischen Neuanfang ermöglicht, laden sie das Publikum zu einer Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Einsamkeit ein.

„Tausend Sterne blinken über die großen, blauen Weiten des Himmels, man schien allein zu sein mit einer unergründlichen Gesellschaft.“
Virginia Woolf