Beim Anblick des Urknalls

Premiere: 11.02.2021, Ballhaus Ost, Berlin
weitere Aufführungen 12./13./14.02.2021

Schon vor Beginn der globalen Pandemie hat Hysterisches Globusgefühl aus politischer Überzeugung zum radikalen Rückzug aufgerufen. Weil, wenn schon Rückzug, dann richtig! Wenn Rückzug, dann radikal.
Lasst eure erbärmlich schäbigen Pseudo-Rückzugsbewegungen in die Kleinfamilie, den Nationalstaat, die Hippiekommune oder ins Wellness-Paradies sein und folgt uns in die absolute Einsamkeit.
Hier bin ich ohne euch. Lichtjahre von euch entfernt, der Raum zwischen uns dehnt sich aus. Hier baue ich mir ein prachtvoll ausgestattetes Einsamkeitsschloss und ziehe mich in mein mit Higgs-Bosonen vollgemülltes Jugendzimmer zurück. Was hier geschieht, ist nur für mich allein. Ich performe für mich selbst und lasse alle dabei zuschauen. Aber niemand sieht mich beim Anblick des Urknalls. 
Hysterisches Globusgefühl zieht sich aus dem politischen Leben ins Theater zurück. Auf der Suche nach einer Utopie, die alles auf Null setzt und einen politischen Neuanfang ermöglicht, laden sie das Publikum zu einer Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Einsamkeit ein. 

»Tausend Sterne blinken über die großen, blauen Weiten des Himmels, man schien allein zu sein mit einer unergründlichen Gesellschaft.« Virginia Woolf

von und mit: Hysterisches Globusgefühl (Elisabeth Lindig, Lea-Sophie Schiel, Arne Schirmel, Dorothea Schmans, Melanie Zipf)  Bühne, Kostüme Sarah Hoemske Musik Baly Nguyễn Licht Dirk Lutz Produktionsassistenz Linda Glanz Produktionsleitung Johanna J. Thomas

Eine Produktion von Hysterisches Globusgefühl in Kooperation mit dem Ballhaus Ost und dem Tatwerk Berlin. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und das Bezirksamt Pankow, Amt für Weiterbildung und Kultur – Fachbereich Kunst und Kultur. Mit freundlicher Unterstützung von FLUGWERK.